Die Insel
Die windige Zone der Insel befindet sich im Osten, welche sich von Saint-Denis, der Hauptstadt der Insel, bis nach Saint-Joseph erstreckt. Charakteristisch für diese Seite der Insel ist die vom Ozean beeinflusste gemäßigte Temperatur, welche im Sommer, also von November bis April, ca. 26°C und im Winter 20°C beträgt. Auch die starke Feuchtigkeit ist ein signifikantes Merkmal. Die klimatischen Bedingungen im Osten der Insel sind ideal für den Anbau von Zuckerrohrplantagen und für das Entstehen bzw. Wachsen von Regenwäldern.
Der Süden von Réunion wird oft auch als „Le Sud Sauvage“, also als „wilder Süden“ bezeichnet. Grund für diese Bezeichnung liefert der dortige starke Seegang, der den Felsen eine spitze Form verpasst. Aber auch Lavaströme des immer noch aktiven Vulkan Piton de la Fournaise hinterlassen hier ihre Spuren. Neben den faszinierenden Felsenformen und den Lavaströmen, kann man an der Südküste der Insel ebenfalls endemsiche Gewürzpflanzen entdecken. Außerdem werden die für die Parfumproduktion benötigten Pflanzen, wie zum Beispiel Geranien oder Kurkuma, angepflanzt. Allgemein lässt sich sagen, dass diese wilde und naturbelassene Region eine der letzten Rückzugsmöglichkeiten einer gewissen kreolischen, süßen, Lebensweise darstellt.
Der westliche Teil der Insel ist durch die Berge von den Passentenwinden verschont, wodurch hier die Hitze wesentlich stärker ist als in den restlichen Gebieten von Réunion. In Saint-Leu beträgt die Durchschnittstemperatur beispielsweise 25°C.
Jedoch findet man nur im Westen einzigartige, feine Sandstrände und Lagunen, die zum Schnorcheln und Tauchen einladen.
Auf Réunion erblickt man ebenfalls Hochebenen, vor allem im Herzen der Insel. Im Norden liegen die drei Talkessel «Le cirque de Salazie», «Le cirque de Cilaos» und «Le cirque de Mafate». Im Süden trifft man auf den noch immer aktiven Vulkan «Piton de la Fournaise», der jährlich ein bis zweimal ausbricht.
Auch die Pflanzenwelt Réunions ist sehr mannigfaltig. Viele Pflanzenarten konnten Dank der Winde und den Vögeln von Madagaskar oder Afrika aus auf die Insel transportiert werden. Die perfekten klimatischen Bedingungen sorgten letzten Endes dafür, dass sie sich über die Jahre hinweg halten und weiter vermehren konnten.
Die Fauna ist, im Gegensatz zu der artenreichen Flora, eher gering ausgeprägt. Wildlebende Säugetiere findet man kaum. Wenn man Glück hat, entdeckt man das ein oder andere Chamäleon, aber mehr sollte man nicht erwarten. Im Wasser hingegen entdeckt man außergewöhnliche Fischarten. Auch verschiedenartige Wasserschildkröten sind in Inselnähe unterwegs.